KORREKT? RESPEKT!

Warum ein fehlerfreier Text Ausdruck von Respekt ist

Stellen Sie sich vor, Sie gehen zu einem Vorstellungsgespräch. Sie möchten bei Ihrem Gegenüber nicht nur mit dem, was Sie sagen, sondern Sie wollen insgesamt einen guten Eindruck machen. Werden Sie ein zerknittertes Sakko mit Fettflecken am Revers anziehen, schmutzige, löchrige Jeans und irgendwelche Bequemlatschen, weil Sie in die halt schnell reinschlupfen konnten? Nein? Eben!

Dem/der Kommunikationspartner/in respektvoll zu begegnen, bedeutet unter anderem auch, nicht nur auf die eigene Bequemlichkeit zu achten, sondern auch dem letzten Schliff ein wenig Aufmerksamkeit zu widmen. Und ganz genau so ist es bei schriftlicher Kommunikation.

 

Grobe Fehler im Text sind wie Flecken am Sakko

Wer – im beruflichen Kontext – mit einem Text überzeugen will, sollte sich nicht nur überlegen, was das Textziel ist, welchen Kanal er/sie wählt und wie er/sie seine Botschaft in Worte fasst! Eine letzte Prüfung auf Verständlichkeit, vor allem im Satzbau, auf korrekte Schreibung und Komma-Regeln vermeidet Doppeldeutigkeiten, Missverständnisse – und nicht zuletzt Ärger bei den Leserinnen und Lesern des Textes.

Wir reden hier nicht von einem Posting auf Social Media, einer Status-Meldung oder einem Mini-Kommentar in einem Forum, wo es um kurze persönliche Statements an die Allgemeinheit geht. Klar wäre auch hier korrektes Deutsch schön, aber das Ziel ist ein anderes als etwa in einem Geschäftsbrief oder -mail, einer Werbeanzeige oder einem Newsletter. Hier will ich mein Gegenüber erreichen, Kundinnen und Kunden ansprechen, Interesse wecken – und überzeugen. Und hier sind wir wieder am Beginn: Sakko mit Fettflecken, zerknitterte Jeans …?

Noch einmal Drüberlesen bringt’s!

Erweisen Sie den Leserinnen und Lesern Ihrer Aussendungen Respekt. Gehen Sie noch einmal drüber!

  • Bringen Sie den Text in Form und prüfen Sie ihn auf Fehler.
  • Lesen Sie ihn laut und drucken Sie ihn in einer anderen Schriftart oder Formatierung aus. Das schafft einen neuen Blick und hilft beim Korrekturlesen.
  • Schlagen Sie im Zweifelsfall nach.
  • Frischen Sie doch einmal die Regeln zu Kommasetzung, Groß- und Kleinschreibung und Doppel-S auf. Und wenn Sie dafür keine Zeit haben und sich nicht sicher sind:
  • Formulieren Sie doch einfach um! Komplexe Wortgebilde und wilde Satzkonstruktionen führen oft zu Missverständnissen – das lässt sich vermeiden.
  • Machen Sie einfachere Sätze, wenn Sie die Regeln zur Beistrichsetzung nicht parat haben. Ihre Texte werden davon profitieren – und die Beziehung zu Ihren Kundinnen und Kunden auch!

Eine respektvolle Begegnung ist auch schriftlich in einfacher Sprache möglich – aber korrekt muss sie sein.*

Wenn Sie Unterstützung bei der Auffrischung der Regeln zu Rechtschreibung und Kommasetzung brauchen, kommen Sie doch einfach in unseren Workshop „Richtig schreiben – Fehler vermeiden“.

*Anmerkung: Ich beziehe mich in diesem Artikel auf Texte, bei denen man muttersprachliche Kompetenz voraussetzt, nicht auf Übungstexte oder solche, die von Menschen anderer Muttersprache verfasst werden.