Perspektivenwechsel wozu?

KreisWas ist auf dem Bild dargestellt? Was ist Ihre erste Assoziation?

.

.

.

Eine Beilagscheibe, werden manche denken, eine Schallplatte andere. Vielleicht aber auch ein Dichtungsring, eine Röhre, ein Zylinder, der Buchstabe O, ein Schwimmreifen, eine Zielscheibe, eine Werbung für einen Mobilfunkbetreiber oder ein Autoreifen.

Was stimmt nun? Jede Antwort ist richtig, denn es ist, was der oder die Betrachter/in darin sieht. Wer offen Möglichkeiten sammelt, wird bald noch viel mehr Interpretationen als die angeführten finden. Wer sich aber früh für eines entscheidet und dabei bleibt, wird seine Wahl vielleicht verteidigen und immer mehr davon überzeugt sein, es könne nur dieses eine darstellen.

Wer viel mit Autos zu tun hat, wird eventuell zuerst einen Reifen darin sehen, wer noch nie ein Auto zu Gesicht bekommen hat, etwas ganz anderes. Wem Farben wichtig sind, für den hat es vielleicht mehr Bedeutung, dass der Kreis einen dicken schwarzen Umriss hat, als für jemanden, für den die Form im Vordergrund steht. Wir haben immer einen bestimmten Blickwinkel auf die Dinge und wir sehen immer nur einen Ausschnitt. Denn unsere  Persönlichkeit und unsere Erfahrungen haben einen Einfluss darauf,  wie wir die Welt wahrnehmen.

Wenn aber nun jede/r die Welt ein wenig anders wahrnimmt – ja, müsste es dann nicht möglich sein, die eigene Wahrnehmung auch zu verändern, vielleicht zu steuern? Ja, es ist möglich: Wir können den Blickwinkel verändern  und dadurch auch den Ausschnitt, den wir wahrnehmen. Wir sehen das Bild von einer anderen Seite oder einen vergrößerten oder verkleinerten Ausschnitt. Wenn wir wollen.

Viele Coaching-Methoden oder Kreativitätstechniken arbeiten so, sie verändern die Betrachtungsebene, den Ausschnitt oder die Fragestellung, um Raum für neue Perspektiven zu schaffen. Warum man das tut? Weil sich scheinbar unlösbare Probleme oder einzementierte Meinungen manchmal in einem anderen Licht zeigen – und damit den Blick auf die eine oder andere mögliche Lösung freigeben. Oder einfach nur das Verständnis für das Gegenüber fördern – als ersten Schritt einer Versöhnung oder zumindest eines Waffenstillstands.

Mehr dazu gibt es in unserem Seminar „Ideenlos? Ideen, los!

 

Merken